VPN für Android

VPN für Android-Geräte einrichten – So geht es!

Das Thema Datensicherheit ist nicht erst seit den Wikileaks-Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden ein großes Thema. Die Nutzung des Internets birgt aufgrund seiner Architektur Gefahren: Nutzer surfen mit einer IP-Adresse, einer Art Kennzeichen, durchs Web. Das macht sie eindeutig identifizierbar. Zusätzlich setzen Webseiten-Betreiber Cookies ein, kleine Dateien, mit denen das Surfverhalten protokolliert wird. Durch solche Tracking-Maßnahmen sind sie in der Lage, genaue Personenprofile zu erstellen. Das wird vor allem dazu genutzt, personalisierte Werbung zu schalten und so Geld zu verdienen.

VPN AndroidEin weiteres Ärgernis ist das sogenannte Geo-Blocking: Aus lizenzrechtlichen Gründen sind diverse Inhalte – entgegen den technischen Möglichkeiten des Internets – nicht etwa weltweit zu empfangen, sondern für Nutzer außerhalb einer bestimmten Region gesperrt. Dieser Sperre wirken User durch ein VPN (zu Deutsch: virtuelles privates Netzwerk) entgegen. Dabei verbinden sie sich mit einem Server, der die Anfrage weiterleitet. Beim Anbieter ist dadurch nicht die IP-Adresse des Surfers, sondern jene des VPN-Dienstleisters sichtbar. Sofern diese sich in der Region des Anbieters der Inhalte befindet, ist die Nutzung des Contents so auch aus einem anderen Land möglich.

Drei verschiedene Möglichkeiten einer VPN-Verbindung

Anwender haben verschiedene Möglichkeiten, ein VPN auf ihrem Android-Gerät einzurichten und sich so vor Datendiebstahl und Tracking zu schützen.

Die einfachste Variante: VPN-Apps aus dem Google Play Store

Der einfachste Weg, ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) auf einem Android-Gerät zu verwenden, ist der Download einer der zahlreichen VPN-Apps aus dem Google Play Store oder bei dem jeweiligen Gerätehersteller-Store. Sicherheitsbewusste Nutzer sollten die Konditionen der einzelnen Anbieter genau beachten. Gibt es eine kostenlose Version zum Ausprobieren? Wie viel Inklusiv-Volumen ist enthalten? Ferner sollten Nutzer auch auf die Übertragungsgeschwindigkeit sowie die Anzahl der Server und dessen Standorte achten. Mit ihnen sollte ein ruckelfreies Streamen von Inhalte-Anbietern wie YouTube oder Netflix möglich sein. Je nach Serverstandort umgehen Nutzer Geo-Blockaden und genießen die Medien unabhängig von ihrem Standort. Da für die Einrichtung dieser Apps zumeist keine großen Vorkenntnisse vonnöten sind, eignen sie sich auch für eine weniger technikaffine Kundschaft.

Manuelle Eingabe der VPN-Verbindungsdaten

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Verbindungsdaten im Android-Menü unter „Einstellungen“ selbst einzugeben. So verbinden sie sich mit einem beliebigen VPN-Server. Dazu vergeben sie einen Namen und nehmen je nach Anbieter Einstellungen bezüglich VPN-Typ, Server, Adresse, IPSec-ID sowie IPSec-Schlüssel vor. Nach dem Abspeichern können sie diese Verbindung benutzen. Aufgrund der Notwendigkeit der vorherigen Konfiguration eignet sich diese Variante eher für erfahrene Nutzer.

Über den eigenen Router zuhause surfen

Eine komfortable Möglichkeit für sicheres Surfen über ein verschlüsseltes VPN-Netzwerk ist bei vielen Routern für den Heimbereich bereits enthalten: Viele Modelle der Marke FRITZ!Box mit aktueller Firmware bieten die Option, eine sichere Verbindung mit dem zuhause angeschlossenen Router aufzubauen, um über ihn ins Internet zu gehen. Das empfiehlt sich vor allem in öffentlichen Netzen, etwa an Flughäfen oder in Hotels. Dazu nehmen Interessenten die Konfigurationen im Router-Menü vor. Anschließend passen sie die Einstellungen auf dem Android-Gerät (Tablet oder Smartphone) an. Da auch diese Variante einige Kniffe bezüglich der Konfiguration erfordert, eignet sie sich ebenfalls eher für Nutzer mit Computer-Erfahrung.

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